Kontext: Atomwaffen abschaffen

Pacemaker 2007

Dritter Radmarathon der Pacemakers macht wiederum Halt in Neustadt

Gedenken an die Strahlenopfer von Hiroshima

Neustadt ist am 4. August (15 Uhr, vor dem Saalbau) Zwischenstation des dritten Pacemakers-Radmarathon für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen. Das Feld startet in Heilbronn und fährt über Mannheim, Ramstein, Neustadt und das badische Bretten. Zielort ist am Abend nach 346 Kilometern Ludwigsburg. Die Pacemakers treten sportlich für die weltweite Abschaffung aller Atomwaffen bis 2020, die Einhaltung des UN-Gewaltverbots sowie die Erreichung der UN-Millenniums-Entwicklungsziele durch Armutsbekämpfung und die Förderung des Fairen Handels ein. „Schon jetzt liegen uns 50 Anmeldungen für die Gesamtstrecke oder verschiedene Teilstrecken vor", freut sich Roland Blach, Koordinator der Pacemakers und Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) Baden-Württemberg. Der von ihr organisierte Radmarathon lebt von einer breiten Beteiligung und steht unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und Willi Altig, Bruder der Radsportlegende Rudi. Dazu gehört insbesondere die Unterstützung durch Streckenpaten, durch regionale Friedensgruppen wie die Friedensinitiative Neustadt und der Bürgermeisterbewegung „Mayors for Peace", deren Mitglied Neustadts OB Hans Georg Löffler ist. Vor dem Saalbau wird Beigeordneter Georg Krist die Radler empfangen.

Druck auf Politik ausüben

Der Radmarathon ist zentral in den Start der Kampagne „Unsere Zukunft - atomwaffenfrei" eingebunden. In allen Verpflegungsstationen können sich Radfahrer, Begleiter, Passanten an der Fotoaktion „Hands up" beteiligen. Im Zentrum steht an diesem Tag eine Aktion ab 12.30 Uhr am US-Atomwaffenlager Ramstein bei Kaiserslautern. Diese Kampagne will Druck auf die Politik ausüben, bis spätestens 2010 den Abzug der restlichen 150 US-Atomwaffen in Deutschland zu veranlassen, jegliche Mitarbeit der Bundesregierung an der Einsatzplanung einzustellen und Flugzeuge, Soldaten und Stationierungsorte für den Einsatz von Atomwaffen nicht zur Verfügung zu stellen. Die Pacemakers werben zudem um Unterstützung der Erklärung „Städte sind keine Zielscheiben", die von den Bürgermeistern aus Hiroshima und Nagasaki initiiert wurde - also jenen Städten, die vor 62 Jahren durch den Abwurf einer Atombombe heimgesucht wurden. Die Erklärung richtet sich an die Regierenden aller Nuklearwaffenstaaten, „die Anwendung von Atomwaffen gegen irgendeine Stadt weltweit unter allen Umständen und ausdrücklich auszuschließen", an die Regierenden aller Nationen, „eine atomwaffenfreie Welt mit höchster Priorität zu verwirklichen" und an die Bundesregierung, „dass die noch in Deutschland verbliebenen Atomwaffen schnellstmöglich verschrottet werden". (ier)

 

Alle Informationen zum Radmarathon sowie Anmeldeformulare gibt es bei Pacemakers sowie bei:
Roland Blach, DFG-VK Baden-Württemberg, Haußmannstraße 6, 70188 Stuttgart, Tel: 0711/2155-112, 0177-2507286
Christoph Fuhrbach, Friedensinitiative Westpfalz, Tel: 06232/102-365

 

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