Kontext: NPD

NPD Schülerzeitung in Rheinland-Pfalz

Agenturbericht des epd (evangelischer Pressedienst)

 

Verfassungsschutz: NPD-Schülerzeitung ist Teil einer Werbeaktion Neustadt (epd).
Verfassungsschützer haben vor einer offensiven Werbekampagne der rechtsextremen NPD unter Jugendlichen in Rheinland-Pfalz gewarnt. Mit Aktionen wie der Verteilung der Schülerzeitung „Schinderhannes“ auf rheinland-pfälzischen Schulhöfen wolle die NPD „den Marsch in die Gesellschaft vollziehen“, sagte Andreas Müller vom Verfassungsschutz Rheinland-Pfalz am Donnerstagabend in Neustadt. Über aktuelle Themen wie Globalisierung, Irak-Krieg und Hartz IV wolle die NPD eine Verankerung im öffentlichen Bewusstsein erreichen, sagte Müller bei einer Informationsveranstaltung über die NPD. Veranstalter waren die Friedensinitiative Neustadt und die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz. Der rheinland-pfälzische Verfassungsschutz stufe die NPD durch ihre antisemitische und menschenverachtende Haltung als verfassungsfeindlich ein, sagte Müller. Der Neustadter Dekan Armin Jung sprach sich wie die Mehrheit der Diskussionsteilnehmer gegen ein NPD-Verbot aus. Er wolle nicht die NPD bekämpfen, sondern das, wofür sie stehe, Rassismus, Antisemitismus, Militarismus und Autoritätsdenken, sagte Jung. Der Vorsitzende der Friedensinitiative Neustadt, Eberhard Dittus, hingegen sieht in einem NPD-Verbot die Möglichkeit, den Aufbau der rechtsextremen Szene angesichts steigender Mitgliederzahlen zumindest für einige Jahre zu stören. (01.06.07-01)

epd-rps/jok all

 

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