11. September 2001

Der Terror und wie er die Welt nicht verändern sollte

Erklärung zu den Terroranschlägen vom 11.09.2001 in New York und Washington und Appell an die Bundesregierung

Wir trauern um jeden Menschen, der Opfer dieser Terroranschläge vom 11. September in New York und Washington wurde und hoffen, dass die Überlebenden bald genesen und die Hinterbliebenen Trost und Unterstützung erfahren.

Wir verurteilen diese feigen und bestialischen Taten und sind der Auffassung, dass die Täter verfolgt und bestraft werden müssen. Jedoch darf eine Bestrafung nicht nach der Methode "Auge um Auge..." erfolgen; dies würde unweigerlich dazu führen, dass hierbei ebenso unschuldige Menschen ihr Leben verlieren würden, wie bei dem Terroranschlag auf das WTC tausendfach geschehen.

Mit größter Besorgnis verfolgen wir die Entwicklung dieses Konfliktes hinsichtlich der Äußerungen von US-Präsident Bush, der sofort nach bekannt werden der Terrortat von einer "Kriegserklärung gegen die zivile Gesellschaft" gesprochen hat, die mit äußerster Härte bestraft werden muss. Was Präsident Bush damit meint, darüber hat er von Anfang an keinen Zweifel gelassen. Mit äußerster Härte vorgehen, bedeutet für ihn einen "militärischen Vergeltungsschlag" gegen ein oder mehrere Länder zu führen, die nach seiner Auffassung zu Helfern und Helfershelfern der Terroristen wurde.

Wir wehren uns auch vor allem dagegen, dass durch derzeitige Beschuldigungen der USA die gesamte islamische Welt zu Feinden der zivilisierten Gesellschaft erklärt wird.

Gewalt wird neue Gewalt produzieren und wer Gewalt anwendet, wird mit Gegengewalt zu rechnen haben. Dieser friedenspädagogische Grundsatz wird auch in diesem Konflikt zu beachten sein. Die Eskalation von Gewalt kann nur durch Gewaltverzicht gestoppt werden. Unrecht kann nicht mit neuem Unrecht bekämpft werden.

Wir sprechen uns entschieden gegen die Beteiligung der Bundeswehr an einem Militäreinsatz aus und appellieren eindringlich an die Bundesregierung, ihre ganzen Kräfte dahingehend zu bündeln, dass sie einem militärischen Handeln der USA entgegen wirken.

Für die Friedensinitiative e.V. Neustadt/Weinstrasse
Eberhard Dittus, Martin Linzenmeyer, Hans Jürgen Hemmerling

Warum keine Rache?

Keine gute Frage! Wer im Geschichtsunterricht aufgepaßt hat, wird nicht umhin kommen zugeben zu müssen, dass Rache schon immer jegliche Zukunft zerstört hat. Egal von welcher Partei. Rache war niemals die Lösung. Warum sollte sie es jetzt sein? Ruhe und Beherrschtheit sind die Mittel. Es war die Absicht der Attentäter Gewalt zu säen. Wir haben es in der Hand, den Frieden zu ernten.

Wen interessiert es?

Mich. Mich interessiert es. Und alle anderen sollte es auch interessieren. Denn es ist unsere Zukunft, die dort langsam zerstört wird. Islam und Christentum können ohne Probleme miteinander leben. Toleranz, Respekt und Anerkennung sind die Mittel. Wer jetzt blinde Wut zur Gewalt werden läßt, der hat nichts aus der Geschichte gelernt. Und der ist auch nicht bereit zu lernen.

 

Sollten Sie direkte Fragen haben, möchten wir Sie auf die Kontaktseite verweisen.

 

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